Das Netzwerk Museen Queeren Berlin besteht seit 2016. Es ist im Nachgang der Ausstellung Homosexualität_en entstanden, um sich über best practice-Beispiele auszutauschen und auf die Diskriminierungen von Lesben, Schwulen, Bi, Trans, Inter und Queers (LSBTIQ*) in der Museumpraxis aufmerksam zu machen. Wir setzen uns dafür ein, Berliner Museen, Gedenkstätten und Ausstellungshäuser zu queeren; das heißt, die Kategorien Gender, Geschlecht und Sexualität in ihre Sammlungs-, Ausstellungs- und Vermittlungspraxis einzubeziehen und so Diversität zu schaffen. Grundlage ist die Überzeugung, dass Kultureinrichtungen die Verantwortung haben, Vielfalt abzubilden, Ausschluss- und Normierungsmechanismen zu hinterfragen und Teilhabe zu ermöglichen.

Queeren bedeutet für uns eine spezifische Praxis, die heteronormative und binäre Setzungen in Frage stellt. Dabei geht es nicht nur um eine bessere Repräsentation der Vielfalt von Geschlecht und Sexualität in den Sammlungen und Ausstellungen, sondern auch darum, durch wen und wie sie erreicht werden. Dies bedeutet, konventionelle Arbeitsprozesse zu hinterfragen, Ausstellungs-, Sammlungs-, Vermittlungs- und Personalpolitiken zu überdenken sowie neue thematische Schwerpunkte zu legen. Als Netzwerk wollen wir bisher in der Museums- und Gedenkstättenlandschaft marginalisierte Personengruppen empowern.

Museen Queeren Berlin trifft sich momentan vier Mal im Jahr in den beteiligten Berliner Institutionen, um sich auszutauschen und gemeinsame Projekte zu realisieren. Wir verstehen queeren intersektional und möchten dies in unsere Praxis als Netzwerk einfließen lassen. Bisher nehmen Vertreter_innen aus verschiedenen Berliner Museen, Gedenkstätten, Ausstellungshäusern und Forschungseinrichtungen teil. Interessierte Praktiker_innen sind jederzeit willkommen! Hier findet ihr / Sie die Termine für die anstehenden Treffen.

Das Positionspapier kann hier als pdf runter geladen werden.

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