Museen Queeren Berlin trifft sich momentan vier Mal im Jahr in den beteiligten Berliner Institutionen, um sich auszutauschen und gemeinsame Projekte zu realisieren. Wir verstehen queeren intersektional und möchten dies in unsere Praxis als Netzwerk einfließen lassen. Bisher nehmen Vertre-ter_innen aus verschiedenen Berliner Museen, Gedenkstätten, Ausstellungshäusern und Forschungseinrichtungen teil. Interessierte Praktiker_innen sind jederzeit willkommen!

Die nächsten Treffen:

19. Februar 2020, 14:00 – 17:30 / Bode Museum

10. Juni 2020, 14:00 – 17:30 / Ort tba

02. September 2020, 14:00 – 17:30 / Ort tba

11. November 2020, 14:00 – 17:30 / Ort tba

Vergangene Aktivitäten

16. Mai 2019, „Queer auf Dauer? Herausforderungen für die Museumsarbeit“: Workshops, Vernetzungstreffen, Fachaustausch.

Märkisches Museum (Hoffmann-Saal), Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin

Anlässlich des Queer History Month laden das Netzwerk Museen Queeren Berlin und das Partizipationsprojekt PS:_ des Stadtmuseums Berlin Museumsmitarbeiter*innen, Kulturschaffende und weitere interessierte Praktiker*innen zu einem Austausch ein. In Workshops am Nachmittag und einem Vernetzungstreffen am Abend thematisieren wir queere Strategien in der Museumsarbeit und in der Kunst- und Kulturvermittlung.

Die drei Workshops stellen verschiedene Herangehensweisen vor, um bestehende Ausschlüsse und Diskriminierungen zu thematisieren und Strategien zu entwickeln, die queeres Leben in Kultureinrichtungen sichtbar machen. Sie finden zum Teil in der Dauerausstellung des Märkischen Museums statt und nehmen diese unter die Lupe.

Workshop A: Kunst und geschlechtliche Vielfalt

Sexualität, Lust und Begehren in all ihren Facetten und Spielarten sind ein weites Spannungsfeld, das in der Kunst immer wieder aufs Neue verhandelt wird. Im Berliner Bode-Museum wurde das Workshop-Format Let’s Talk about Sex! entwickelt, in dessen Rahmen vielfältige Darstellungen von Gender, Körpern und Sexualitäten in der Skulpturensammlung des Museums ausfindig gemacht werden. Ausgehend von den Kunstwerken werden im Dialog mit Schüler*innen aktuelle Fragestellungen zu den Themen Gender, LSBTIQA*, Körperbilder, Konsens und Pornografie identifiziert und verhandelt. In den dort angebotenen Workshops fließen sexualpädagogische und künstlerische Herangehensweisen der Vermittlung ineinander. Ausgehend von diesen Erfahrungen, sollen Herausforderungen und Entwicklungsstrategien besprochen werden.Des weiteren soll es konkrete Überlegungen geben, wie sexuelle Vielfalt im Märkischen Museum vermittelt werden kann. Als Verhandlungs- und Vermittlungsort für Berliner und somit auch queere Geschichte, sollen anhand von Exponaten Vermittlungsansätze entwickelt werden.

Workshop-Leitung: Pauline Recke, freiberufliche Illustratorin, Grafikerin und Workshop-Trainerin

Workshop B: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt vermitteln

Queere Menschen schreiben unsere gemeinsame Geschichte mit und prägen mit ihrem Erleben das Bild unserer Gesellschaft. Wie ist es möglich, diese Teilhabe durch Vermittlungsarbeit in Museen zu repräsentieren? Welche Herausforderungen und besondere Chancen ergeben sich aus queerer Vermittlungsarbeit? Diesen Fragen möchten wir uns in entspannter Workshop-Atmosphäre gemeinsam widmen.

Workshop-Leitung: Felicia Rolletschke, freiberufliche Workshop-Trainerin und Queer-Aktivistin

Workshop C: Die Dinge neu befragen – Sichtbarmachung queerer Perspektiven

Um queere Geschichte(n) in Ausstellungen und Sammlungen sichtbar zu machen, braucht man „queere“ Objekte. Doch was sind „queere“ Objekte? Gibt es sie und wie lassen sie sich aufspüren? Gemeinsam erarbeiten wir in dem Workshop unterschiedliche Möglichkeiten, Sammlungen und Ausstellungen zu queeren – etwa über das Auffinden queerer Inhalte, Kontexte und Konnotationen von Objekten.

Workshop-Leitung: Jana Wittenzellner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum Europäischer Kulturen und Hannes Hacke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle Kulturgeschichte der Sexualität, beide Mitglieder des Netzwerks Museen Queeren Berlin

Workshop D: Stimme, Vulnerabilität und Queerness

Im Workshop thematisiert die Multimedia-Künstlerin und Sängerin Sanni Est die Anpassung der Stimme an heteronormative Vorstellungen und die Folgen für die Gesundheit queerer Menschen. Die Verdrängung der Verletzlichkeit durch Anpassung bekommt in ihrer Auseinandersetzung eine besondere Bedeutung. Der Workshop ist als Safe Space für Frauen, Lesben, Trans*, Inter* und allgemein queere und PoC gedacht.

Workshop-Leitung: Sanni Est, Multimedia-Künstlerin, Produzentin, Schauspielerin und Referentin für politische Bildung

Im Anschluss an die Workshops stellen sich das Netzwerk Museen Queeren Berlin und das Partzipationsprojekt PS:_ vor. Es besteht die Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion. Das Vernetzungstreffen ist für alle Interessierten ohne Anmeldung offen. Kommt vorbei und lernt das Netzwerk Museen Queeren Berlin kennen – es steht auch für längerfristige Beteiligung und Vernetzung offen.


30. Juni 2019, „PS: _ Queeres Leben in Berlin“

Märkisches Museum, Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin

Wir laden euch herzlich zur Präsentation der Ergebnisse des zweiten Quartals ins Märkische Museum ein! Auch Familie, Freund*innen und Bekannte sind willkommen!

In den vergangenen Wochen haben Vertreter*innen des Netzwerks Museen Queeren Berlin die Dauerausstellung des Märkischen Museums BerlinZEIT unter die Lupe genommen und unter dem Titel „Queeres Leben in Berlin“ um neue Geschichten, Objekte und Perspektiven strategisch erweitert. Erkundet gemeinsam mit den Projektteilnehmer*innen und uns die Erweiterungen im Ausstellungsrundgang!

PS:_ Ein Partizipationsprojekt der wissenschaftlichen Volontär*innen des Stadtmuseums Berlin mit Berliner*innen. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.


18. Mai 2018, „Museen queeren! Strategien der Sichtbarmachung“. Podiumsdiskussion und Auftaktveranstaltung des Netzwerks zum Queer History Month 2018

Berlinische Galerie, Eberhard-Roters-Saal, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin

Anlässlich des „Queer History Month“ lädt das Netzwerk MUSEEN QUEEREN BERLIN zu einer Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Museumslandschaft und der Kulturpolitik ein. Das Museum ist als Ort der Repräsentation stets umkämpft und umstritten. Debattiert werden Möglichkeiten der Öffnung und Veränderung von Institutionen sowie weiterhin bestehende Diskriminierungs- und Ausschlussmechanismen. Ziel ist es, anhand von Projekten und Initiativen Strategien des Queerens aufzuzeigen und zu diskutieren. Wie kann sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Museum sichtbar gemacht werden? Wie lassen sich antirassistische Perspektiven einbinden? Das Netzwerk MUSEEN QUEEREN BERLIN, das sich an diesem Abend vorstellt, steht allen Interessierten für längerfristigen Austausch und Vernetzung offen.

Auf dem Podium:

  • Lela Lähnemann (Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung,  Fachbereich LSBTI)
  • Sandrine Micossé-Aikins (Diversity Arts Culture)
  • Dr. Gorch Pieken (Kurator der Ausstellung „Gewalt und Geschlecht“, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam)
  • Ashkan Sephavand (freier Kurator)
  • Ellen Roters (Jugend Museum Schöneberg)

Moderation: Netzwerk MUSEEN QUEEREN BERLIN


Mittwoch, 16. Mai 2018, 17 Uhr: Führung durch die Ausstellung und das Archiv des Schwulen Museums


26. Mai 2018, 14-20 Uhr: Symposium zur Geschichte der Frauen*bewegung, Schwules Museum

2018 feiern wir nicht nur das „Jahr der Frau_en“ im Schwulen Museum, sondern auch 100 Jahre Frauenwahlrecht! Zu diesem Anlass veranstalten wir ein Symposium zur Geschichte der Frauen*bewegung. In vier Vorträgen zeichnen wir den Kampf um das Frauenwahlrecht nach, reden über körperliche Selbstbestimmung vor dem Hintergrund der §§ 218 und 219, über Rassismus in der zweiten Welle der Frauen*bewegung und über die schon in den 1980er-Jahren geführte Debatte um Butch/Femme unter frauenbewegten Lesben. Dazu sprechen Gisela Notz, Nello Fragner, Katharina Oguntoye und Lisa Weinberg. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „our own feminismS“.


26. Mai 2018, 15 Uhr, Öffentliche Führung „Queer im Museum, Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, 14195 Berlin

Queere Themen spielten in musealen Sammlungen und Ausstellungen lange Zeit keine Rolle. Anlässlich des Queer History Months stehen bei dieser Führung einzelne Exponate aus Dauer- und Sonderausstellungen im Fokus. Ihre Objektbiographien und Kontexte bieten Anlass zu diskutieren, wie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Museum abgebildet werden können.